Armida Quartett

9. März 2018, 20 Uhr

Max-Reger-Halle Weiden

Instrument / Musiker
Violine

Martin Funda
Johanna Staemmler

Viola

Teresa Schwamm

Cello

Peter-Philipp Staemmler

Komponist / Werk
Johann Sebastian Bach
3 Sätze aus Kunst der Fuge
Sergei Prokofjew
2. Streichquartett F-Dur, op. 92
Ludwig van Beethoven
Streichquartett e-Moll, op. 59/2

Seit dem spektakulären Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2012, bei dem das Armida Quartett mit dem ersten Preis, dem Publikumspreis, sowie sechs weiteren Sonderpreisen ausgezeichnet wurde, hat sich die Karriere des jungen Berliner Streichquartetts rasant weiter entwickelt. Konzerte im Rahmen der „Rising Stars“ führen das Quartett in alle wichtigen Musikmetropolen Europas. Ein denkwürdiges Konzert erlebten wir in Weiden 2014. Seitdem verfolgen wir die äußerst erfolgreiche Laufbahn des Ensembles. Am 9. März 2017 werden wir die Armidas erneut in Weiden hören.

Drei Sätze aus Bachs Kunst der Fuge, dem Kompendium Bach`scher Fugenkunst, stehen am Beginn des Programms. Darauf folgt ein völlig zu Unrecht selten zu hörendes Werk: Sergei Prokofjews 2. Streichquartett op. 92. Prokofjew schrieb es 1941 während seines kriegsbedingten Aufenthalts in der kabardinischen Republik im Nordkaukasus. Er versuchte, mit diesem Quartett die östliche Volkskunst der Kabardina in westlichen klassischen Formen auszudrücken.

Beethovens e-Moll Quartett op. 59,2 ist das mittlere der drei dem Grafen Rasumowsky gewidmeten Quartette. „Flickwerk eines Wahnsinnigen” nannten die Zeitgenossen Beethovens Streichquartette op. 59. Heute gelten sie als Höhepunkt Beethoven`schen Quartettschaffens. Ungewöhnlich für die Zeitgenossen waren die Länge der Stücke, vor allem die Ausdehnung des Adagio-Satzes und des Scherzos, die ungewöhnlichen, in ihrer Expressivität völlig neuartigen Themen und schließlich die „symphonische“ Faktur dieser Quartette. Als Huldigung an den Auftraggeber, Graf Rasumowksy, hat Beethoven im Trio des Scherzos eine russische Melodie zitiert, ein Volkslied, das Mussorgsky später in seiner Oper Boris Godunow erklingen lässt.

Dr. Harald Roth

 

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