Münchener Kammerorchester

18.10.2020, 18:00 und 20:30

Max-Reger-Halle Weiden
DAS KONZERT WURDE ABGESAGT
Das Orchester musste in Quarantäne

Instrument / Musiker
Dirigent

Clemens Schuldt

Violine

Ilya Gringolts

Komponist / Werk
Giacinto Scelsi
Natura Renovatur
Franz Schubert
Rondo A-Dur für Violine und Orchester D 438
Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie Nr. 33 B-Dur KV 319

Aus gegebenem Anlass wird das ursprünglich geplante Konzert vom Chorwerk Ruhr mit Capella de la Torre vorerst abgesagt und das ausgefallene Konzert der letzten Saison vom Münchener Kammerorchester nachgeholt, allerdings mit neuem Programm.

DAS KONZERT WURDE ABGESAGT. Ein Musiker wurde positiv auf Covid-19 getestet und das Orchester ist in Quarantäne.


Bereits viermal war das Münchener Kammerorchester Gast bei den Weidener Meisterkonzerten, zuletzt 2001 zum 40sten Geburtstag des Förderkreises für Kammermusik. Besonders sein vitales Engagement für Neue Musik füllt eine Lücke im Kulturleben Bayerns. Das MKO ist weltweit für seine aufregenden und vielseitigen Programme, die Werke früherer Jahrhunderte assoziativ und spannungsreich mit Musik der Gegenwart kontrastieren, bekannt. Mit seiner Offenheit und Neugier, verbunden mit einer hohen stilistischen Variabilität und einem exzellenten interpretatorischen Niveau, will das Ensemble zusammen mit seinem Publikum Musik neu entdecken. Experimentierfreudig setzen Chefdirigent Clemens Schuldt und das Orchester dabei auf die Intensität des Konzerterlebnisses und überzeugen das Publikum mit ihrer Energie und ihrem emphatischen Eintreten für die Musik immer wieder aufs Neue.

Der aus einem italienischen Adelsgeschlecht stammende Conte Giacinto Scelsi (1905-1988) war Komponist und Dichter. Völlig eigenständig war sein kompositorisches Werk, widersprüchlich zu traditionellen Kompositionsprinzipien aber auch zur musikalischen Moderne. Eine Vorstellung von sphärischem Klang bestimmt sein Werk. „Natura renovatur“ für 11 Solostreicher von 1967 ist gekennzeichnet von Klangflächen mit feinst abgestuften Klangfarben und fein ziselierten Rhythmen (mit Partitur zu hören auf YouTube).

Franz Schubert schrieb sein Rondo in A-Dur für Violine und Streichorchester mit 18 Jahren im Jahr 1816 in Wien. Es ist eines seiner wenigen Werke für konzertierende Violine. Wann die Uraufführung stattfand und ob Schubert sie erlebt hat, ist nicht belegt.

Für den anspruchsvollen Violinpart konnte der russische Geiger Ilya Gringolts gewonnen werden. Expressiver, kompromissloser als Gringolts kann man kaum Geige spielen. (SZ, Harald Eggebrecht).

Der 23-jährige Wolfgang Amadeus Mozart schrieb seine Symphonie in B-Dur KV 319 im Jahre 1779. Nach seiner weitgehend erfolglosen Parisreise war er für knapp 2 Jahre ins ungeliebte Salzburg zurückgekehrt und beim Fürsterzbischof Colloredo als Hoforganist in Stellung getreten, bevor er 1781 als selbständiger Komponist nach Wien ging. In dieser für Mozart so deprimierenden Situation schrieb er doch eine Reihe von Meisterwerken wie die Krönungsmesse KV 317, die Sinfonia concertante KV 364, die Musik zu Thamos KV 345 und KV 319, seine 33. Symphonie. Sie ist mit 2 Oboen, 2 Hörnern 2 Fagotten und Streichern klein besetzt, geistvoll funkelnd und heiter komponiert, vom Orchester verlangt sie ein Höchstmaß an Präzision. Wie in Salzburg üblich war das Werk zunächst 3-sätzig. Mozart komponierte 1883 in Wien ein Menuett dazu. Interessanterweise erklingt (wie schon in KV 16 und KV 192) ein charakteristisches Vierton-Motiv in der Durchführung des 1.Satzes. Im Finale der großen Jupiter-Symphonie wird daraus das Fugenthema werden.

Dr. Harald Roth

 

Karten für 18:00 Uhr: NT Ticket

 

Karten für 20:30 Uhr: NT Ticket