Beim Rheingaufestival 2025 begeisterte uns ein junger russischer Pianist: Roman Borisov. Er spielte dort ein ausgesuchtes Programm abseits der gängigen Virtuosenliteratur mit überzeugend souveräner Musikalität und delikatester Anschlagskultur. Mit Freude war Borisov bereit, unsere spontane Einladung nach Weiden anzunehmen.
Am 22. Januar 2027 dürfen wir ein exquisites Programm erleben: Beethovens Sonate op. 13 in c-Moll, die „Pathétique“, eines der bekanntesten Werke der Klavierliteratur, danach drei von den acht „Vergessenen Weisen“ op. 38 von Nicolai Medtner, einem viel zu selten gespielten russischen Komponisten (1879-1951), den Rachmaninoff für den „bedeutendsten Komponisten seiner Zeit“ hielt. Medtners Stil ist spätromantisch mit deutlicher Tendenz zu schwebenden impressionistischen Klangfarben.
Claude Debussy erreichte mit seinen 24 Préludes einen Höhepunkt der Klavierliteratur. Jedes einzelne dieser Préludes ist ein unverwechselbares Charakterstück. Kaum je ist unter Ausnützung aller Klangmittel und subtilster Verfeinerung der Nuancen eine solche Suggestion des poetischen Ausdrucks erreicht worden. Vier Stücke werden wir hören: Voiles, Le vent dans la pleine, Eccentric und Bruyères.
Franz Schuberts Impromptus sind lyrische Klavierstücke (zwei Sammlungen mit je vier Stücken) aus den letzten Lebensjahren des Komponisten. Das 2. Impromptu in Es-Dur (1. Serie) wird von schnellen Achtel-Triolen beherrscht, es klingt überraschend in es-Moll aus und leitet damit hinüber zum dritten Impromptu in Ges-Dur, ein ruhiger und berückender, an ein Nocturne erinnernder Gesang.
Eines der bedeutendsten und gewichtigsten Klavierwerke Rachmaninoffs ist die 2. Klaviersonate in b-Moll von 1913. Unzufrieden mit der Länge und dem dichten Klaviersatz dieser Sonate, nahm der krankhaft selbstkritische Rachmaninow 1931 zahlreiche Kürzungen und „Verschlankungen“ vor. Überzeugt von der ursprünglichen Kraft der ersten Fassung hat sich Borisov für diese Urfassung entschieden.
Dr. Harald Roth
Claude Debussy erreichte mit seinen 24 Préludes einen Höhepunkt der Klavierliteratur. Jedes einzelne dieser Préludes ist ein unverwechselbares Charakterstück. Kaum je ist unter Ausnützung aller Klangmittel und subtilster Verfeinerung der Nuancen eine solche Suggestion des poetischen Ausdrucks erreicht worden. Vier Stücke werden wir hören: Voiles, Le vent dans la pleine, Eccentric und Bruyères.
Franz Schuberts Impromptus sind lyrische Klavierstücke (zwei Sammlungen mit je vier Stücken) aus den letzten Lebensjahren des Komponisten. Das 2. Impromptu in Es-Dur (1. Serie) wird von schnellen Achtel-Triolen beherrscht, es klingt überraschend in es-Moll aus und leitet damit hinüber zum dritten Impromptu in Ges-Dur, ein ruhiger und berückender, an ein Nocturne erinnernder Gesang.
Eines der bedeutendsten und gewichtigsten Klavierwerke Rachmaninoffs ist die 2. Klaviersonate in b-Moll von 1913. Unzufrieden mit der Länge und dem dichten Klaviersatz dieser Sonate, nahm der krankhaft selbstkritische Rachmaninow 1931 zahlreiche Kürzungen und „Verschlankungen“ vor. Überzeugt von der ursprünglichen Kraft der ersten Fassung hat sich Borisov für diese Urfassung entschieden.
Dr. Harald Roth
Fr
22.01.2027
20.00 Uhr
Roman Borisov Klavier
- Ludwig van Beethoven
Sonate für Klavier Nr. 8 c-Moll op. 13 „Pathétique“ - Nikolai Karlowitsch Medtner
Vergessene Weisen op. 39, Nr. 3, 4 & 5 - Claude Debussy
4 Préludes: Voiles, Le vent dans la plaine, Eccentric, Bruyères - Franz Schubert
Vier Impromptus op. 90 D 899, Nr. 2 & 3 - Sergej Rachmaninoff
Sonate für Klavier Nr. 2 b-Moll op. 36 Erstfassung
Tickets sind hier erhältlich
BR-Klassik wird dieses Konzert aufzeichnen
